Samstag, 2. Juni 2012

Hausarbeit


Unter Hausarbeit/Homework werden hier nicht die Aufgaben verstanden, die der Lehrer aufgibt, zuhause zu lösen, sondern die Arbeit, die zuhause anfällt. Weil wir kein fließendes Wasser, keinen Elektroherd, keine Spülmaschine und auch keine Waschmaschine haben, brauchen wir für ganz normale Arbeiten immer recht lange. Bis 4-8 Wasserkanister vollgelaufen, auf den Handwagen gehievt und von der Vatcan Lodge bis zu uns nach Hause bugsiert wurden, vergeht eine knappe Stunde. Bis der Kohleherd entfacht ist und nach ca. zwei Stunden das Essen fertig ist, sind die Kinder schon in der Küche eingechlafen. Kleidung häuft sich vor allen bei den Kindern in großen Säcken an, bis sie oder die Hausmädchen sich grummelnd derer erbarmen. Weil es bei uns eben so anders zugeht als in Deutschland, hier ein paar Fotos von Dingen, die hier ganz normal sind, weswegen ich bisher noch nicht darauf gekommen bin, sie zu fotografieren. Ob es so spannend ist, weiß ich auch nicht^^. ;-)
Wöchentliches Waschen

Die Wäscheleine vor meiner Zimmertür
Ugali, das täglich Brot, gibt es jeden Mittag in meiner Familie und ist so schwer umzurühren, dass es mit einer Hand kräftig gerührt und mit der anderen mit einem Topfhalter daran gehindert wird (links im Bild), vom Herd zu rutschen.
Brenda rührt das Ugali um

Helena schnippelt Blätter, die wir dann danach als "gekochten Salat" zum Ugali essen. Weil Ugali entweder klebt oder ziemlich hart ist, muss man es mit den Fingern essen. Dafür wird das Gemüse mit dem Ugali zwischen den Fingern in kleinen Portionen zerknetet, was besonders toll ist, wenn wir gerade kein Wasser zum Händewaschen haben. ;-) Ich esse es mittlerweile aber recht gerne.
Lucia wäscht

Wasserholen mit dem Wagen verlangt viel Kraft, ganz alleine kann ich es noch nicht.


Dagar - stinkende, kleine Fischchen, die den Geruch jedes Marktes bestimmen und der Laster, der uns nun wieder allen Platz auf dem Hof wegnimmt.

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