Dass ich so manchen ungebetenen Untermieter in Form von Küchenschaben, tausenundeiner Fliege und nun leider auch Moskitos habe, sollte ja mittlerweile bekannt sein. Doch seit knappen 1,5 Wochen teile ich mir mein Zimmer mit Helena, einer 17-jährigen Cousine der Familie, die hier in Singida einen ca. 6-7-wöchigen Computerkurs macht. Am Anfang war ich davon noch nicht so begeistert, aber momentan kann ich es mir kaum mehr vorstellen, dass sie Mitte Dezember wieder nach Hause gehen wird. Sie schläft fast nur in dem Zimmer, hat ihren Koffer irgendwo anders und hält sich tagsübe hier gar nicht auf. Das ist natürlich ziemlich praktisch für mich und ich kann deswegen immer noch das machen, was ich möchte und muss mich kaum einschränken.
Seit heute Abend aber, haben wir noch zwei weitere Gäste in unserem Zimmer zu beherbergen:
Es handelt sich dabei um zwei ganz junge Katzenbabys, noch mit geschlossenen Augen und Nabelschnur. Die beiden sind wirklich niedlich, ihre Mutter sei weggelaufen, hieß es. Ich weiß nicht, was da passiert ist. Auf jeden Fall hat eines der Mädchen die beiden Kätzchen heute mit nach Hause gebracht-sie hat den Auftrag bekommen, sich um die beiden zu kümmern. Weil sie aber mit den anderen Kindern in einem Raum schläft und die Kinder ziemlich ruppig mit den Katzenjungen umgehen, wurde gemeinschaftlich beschlossen, dass sie am besten in meinem Zimmer aufgehoben seien. Dem bin ich natürlich nicht abgeneigt und jetzt schlafen die beiden in einem Pappkarton in meinem Zimmer. Leider konnte ich den beiden nur ein Handtuch, Wattepads und zwei Klopapierrollen bieten, aber immerhin etwas. Nun haben Manka und ich zusammen die Aufgabe die Katzen zu füttern.
Zum Glück habe ich mir von Zuhause ein paar Spritzen mitgenommen, in der Sorge, dass es hier keine sterilen geben könnte, wir versuchen die Katzen damit zu füttern. Gerade warte ich noch auf Milch. ich wüsste auch nicht, was ich ihnen anderes momentan geben könnte, denn die nahrhafte Muttermilch bekommen sie ja nun leider nicht mehr...Ich hoffe, dass es Manka und mir gelingt, die Kätzchen aufzupäppeln und dass sie überleben. Hoffentlich reicht es, wenn ich sie morgens, spätnachmittags und abends füttern kann, denn dazwischen muss ich ja schließlich noch zur Schule und zum Center, das tut mir jetzt schon Leid.
| Eine Hand reicht noch vollkommen für beide Katzenjungen aus, so winzig sind sie. Süß! |
| "Katze" bedeutet auf "Kiswahili "niau", soweit ich das richtig verstanden habe. Warum, kann man sich denken. ;-) |
| Man sieht das Wollknäuel kaum in meiner Hand...Links neben mir sitzt meine Gastmutter, hinter ihr steht die Mutter von Manka und Baby Josef.Rechts neben mir eines der beiden Hausmädchen, Lucia |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen