Freitag, 20. Juli 2012

Älterwerden auf die tansanische Art ;-)

Letzte Woche, am Freitag, den 13. Juli, habe ich die 20er-Marke geknackt und in der Schule, zuhause und mit meinem Mitfreiwilligen Jonas aus Mwanga diesen Festtag würdig begangen. ;-)

Mein Geburtstagstisch
An meinem Geburtstagsmorgen habe ich mir eine Kerze angezündet, mir ein Ständchen gebracht und das 2 kg schwere Süßigkeiten-Paket meiner Familie geöffnet. Weil sich meine Rücklagen zu dem Zeitpunkt auf ganze zwei Maoams beschränkten, war die Freude doppelt groß. ;-)  In der Familie hat mir keiner gratuliert, einen Geburtstag zu feiern ist hier auch nicht üblich. Aber das war auch nicht weiter schlimm, weil die Mama ankündigte, am Abend Pilau (Gewürzreis), Pommes und Kachumbari (Tomatensalat) für mich zu kochen, juhu!

Am Donnerstag hatte ich schon für alle Lehrer Maandazi gebacken und Sambusa gekauft, die ich dann zur Freude aller zum Tee am Freitag verteilen konnte. Meine Lehrer hatten meinen Geburtstag zwar erst vergessen, doch mir dann noch schnell einen Khanga gekauft, alle Lehrer zusammen gerufen und mir ein Ständchen gebracht.
Teacher Mrua packt mein Geschenk unter dem Gesang aller aus

Die Lehtet freuen sich mit mir
Während alle „Öffne es, öffne es!“ gesungen haben, hat Mwl. Mrua mir mein in grüner Glitzerfolie eingepacktes Geschenk geöffnet und ich wurde dann mit lautem „Lululululu“ von oben bis unten in die Stoffbahnen eingewickelt und von allen umarmt.
Von oben bis unten eingepackt!
Khangas sind traditionelle Stoffe, die immer mit einem Spruch versehen werden. Auf meinem Geburtstags-Khanga steht, dass wenn man jemanden respektiert, einem als Dank Liebe entgegen gebracht werde. Kurzum, der Khanga soll ausdrücken, dass ich meine Lehrer respektiere und sie mich, was uns als Grundlage dient, uns gegenseitig zu mögen. ;-)
Ganz liebe Geschenke meiner 5. Klässler

Meine 5. und 6. Klasse, die davon Wind bekommen haben, haben auch noch einmal „Happy Birthday“ für mich gesungen, Schüler meiner 5. Klasse haben mir zwei Kekse, 10ct und ein halbes Stück Kreide geschenkt. Das war wirklich sehr niedlich. ;-) Mein Schulleiter hat mir eine große Glitzerkarte gekauft, die nach ein paar technischen Fehlern ein Liedchen für mich trällerte und ich war mit meinem Geburtstag rundum zufrieden.
Nachdem ich in der Dispensary meiner üblichen Arbeit nachgegangen war, konnte ich am Nachmittag ausgiebig mit Familie und Freunden skypen, am Abend kamen mein Mitfreiwilliger Jonas und mein Mentor Richard zu Besuch.
Mein 20er-Schild von Olga und Jonas
Obwohl Jonas und Olga bisher noch keiner emsländischen „Schildaufstellen“-Tradition beiwohnen konnten, haben sie mir ein witziges Schild gemalt, was nun einen Ehrenplatz in meinem Zimmer bekommen hat.
Jonas,ich& Mentor Richard beim Festtagsschmaus
Mama, Madita und im Hintergrund Enjo

Um 22:15 Uhr stand etwas verspätet das Abendessen auf dem Tisch und wir konnten mit Soda, Kassettenmusik und unserem Festmahl mit meiner Gastfamilie feiern. :-)
Danach wollten Jonas und ich uns zum ersten Mal in den Club hier im Ort trauen, was dann schon daran scheiterte, dass er nur sonntags geöffnet habe, wie wir erfuhren. Also sind wir ein bisschen weiter weg zu einer Art Bar gefahren, wo ungefähr 20 Menschen im durchschnittlichen Alter von 35 Jahren und meist vorhandenem Bierbauch ihr Bestes auf der Tanzfläche gaben. Die Musik aus den aktuellen tansanischen Charts wurde leider gänzlich von den beiden Playbackmusikern vernachlässigt.
Endlich eine Gelgenheit für die Abendgarderobe gefunden!
Aber auch wenn man in Deutschland diesen Diskobesuch als einen regelrechten Flop bezeichnen würde, war es eine witzige Sache sich unter die paar Leute zu mischen und so zu tun, als ob es nichts Besseres gebe, als dicken, alten, leicht angetrunkenen Männer beim Tanzen auszuweichen. ;-) Der Abend hat sich auf jeden Fall gelohnt, allein schon, um einmal bei Nacht und klarem Sternenhimmel auf dem Rücksitz eines Pikipikis durch Singida zu brausen!

Doch auch der nächste Tag barg noch einige Highlights: Wir wurden per Skype live zu einem Afrikafestival in Aschaffenburg zugeschaltet, um dort vor einem Publikum Fragen zu unserem Freiwilligendienst zu beantworten.
Und am Abend gingen wir schick essen, um nun doch noch einmal unsere maßgeschneiderte
Vielleicht das beste,wenn auch scharfe Essen der bisherigen 10 Monate hier ;-)
Kleidung auszuführen. Diese war eigentlich für eine Hochzeit am Wochenende davor gedacht gewesen, die aber letztendlich an der Entscheidung scheiterte, ob evangelisch oder katholisch geheiratet werden sollte. Vor allem Jonas konnte es sehr genießen, statt dem täglichen Maisbrei (Ugali) nun ein Pfeffersteak vor sich zu wissen. In meinem Essen hatten die Köche leider eine Chilischote versteckt, weshalb der Abend trotz der leckeren Gerichte in Tränen endete. ;-)

Blinder Passagier


Weil mein Fahrrad nun mittlerweile ganz kaputt ist (ich war bis zu zweimal täglich beim Handwerker) durfte ich vorübergehend das Rad meines Babas benutzen. Um zum Kinderzentrum zu kommen, muss man den kleinen Berg bei uns hinauf. Mit Gegenwind und anderen Passanten kommt man nicht so schnell voran, dazu kam vor einigen Tagen noch ein Taxi, was halb auf dem Gehweg stand. Ich wurde also automatisch etwas langsamer. Diese Gelegenheit hat ein junger Mann genutzt, der mir auf den breiten Gepäckträger gesprungen ist. Aus meinem Rucksack ragt ein großes Flip-Chart-Papier, weswegen ich diesen nicht ganz schließen konnte. Er ist mir also hinten auf’s Rad gesprungen und dachte wahrscheinlich, dass er mir den sowieso schon etwas geöffneten Rucksack komplett abnehmen könnte. Doch mit dem plötzlichen Gewicht und zusätzlich noch im Schneckentempo fahrend, konnte ich das Rad nicht halten und bin mit dem Dieb zu Boden gegangen. Er konnte flott genug abspringen, meinen Rucksack hat er aber trotz des Chaos nicht bekommen können. Während ich mich wieder aufrappelte sprang er schon in das Taxi und wollte schnell flüchten. Doch auf der Straße war viel Verkehr, sodass er nicht vorankam und ich ihm noch ordentlich meine Meinung sagen konnte. Mehr konnte ich nicht machen, weil die umstehenden Zuschauer die Situation eher witzig fanden und er mir ja auch schließlich nichts hatte abnehmen können. Doch es ist schon komisch, dass jemand versucht mir meinen Rucksack zu klauen und danach gemächlich in einem Taxi neben mir fährt, um sich aus der Gefahrenzone zu bringen. Baba hatte ich versprochen, das Fahrrad auch ohne nur einen Kratzer wieder zurückzubringen, was mich an der Situation nun besonders ärgerte, da ich das Versprechen nicht halten konnte.
Tja, da denkt man, man sei schon ganz in Singida/Tansania angekommen und würde einigermaßen akzeptiert werden und doch gibt es immer wieder solch blöde Zwischenfälle, die sich auf meine Hautfarbe und den damit verbundenen „Reichtum“ zurückführen lassen. :-/

Mittwoch, 18. Juli 2012

Workshops


Meine letzte Woche war stark vom Plakatemalen und Übersetzen dominiert, denn ich habe mich darauf vorbereitet, am 11.07. mit meinem Lehrerkollegium einen Workshop zu Lehrmethoden durchzuführen. Lehrmethoden stehen zwar grundsätzlich auf dem Ausbildungsplan eines angehenden Lehrers, doch wenden zumindest meine Lehrer diese kaum an. Luise hatte vorher schon bei sich in Iguguno einen dementsprechenden Workshop durchgeführt, so konnte ich ein wenig abgucken. Ich habe den Lehrern also ein bisschen etwas von Lernspielen, Mind-Maps, Stichpunkten, Rhetorik usw. erzählt und es ließen sich besonders alle für das „Galgenmännchenspiel“ begeistern.
Lehrmethoden-Plakat
Weil die Schüler noch draußen auf dem Schulhof herumlungerten, haben sie sich leider nicht getraut, mit mir zwei Spiele auszuprobieren, aber trotzdem war es ein gelungener Workshop und die Lehrer haben sich bei mir zum Schluss bedankt, dass ich ihre Kenntnisse aufgefrischt und ihnen neue Impulse gegeben habe.
Ich war mir erst nicht sicher, ob es wirklich gut sei, wenn ich als gerade 20-Jährige den alt eingesessenen Lehrern erzähle, wie sie unterrichten sollen. Doch letztendlich waren es ja nur Verbesserungsvorschläge, die auch von allen angenommen wurden und ich bin froh, den Workshop gemacht zu haben.

Einen Tag später, am 12.07., habe ich dann ein weiteres Projekt unter dem Namen „Wiki mjoa bila fimbo“ (Eine Woche ohne Stock) vorgestellt, was wir zurzeit an der Schule durchführen. Statt Stockschläge bekommen die Klassen Punkte und wer am meisten Punkte gesammelt hat, muss für eine Woche die Schultoiletten putzen. Die Klasse, die am wenigsten Strafpunkte bekommt, wird mit Bonbons belohnt. Zuerst habe ich mit den Lehrern über die allgemeine Beziehung zu den Schülern geredet. Wie sie ist und wie sie sein sollte und was es für Möglichkeiten gibt, um diese zu verbessern und nicht durch den Stock behaupten zu lassen. Ich habe mich fast schon ein bisschen gewundert, wie gut sich alle darauf eingelassen haben. Sogar einer der wenigen männlichen Lehrer, der allzu gerne mal nach dem Stock langt, zeigte sich zufrieden.
Bisher verläuft die Woche sehr gut und auch die Schüler haben verstanden, dass das Ziel dieser besonderen Woche nicht nur die Bonbons sind, sondern eine Art „kleiner Beweis“, dass zumindest meine Grundschule wandelbar ist und es auch ohne Stock gehen kann.
Erklärungen zu "Einer Woche ohne Stock"
Meine Gastmutter hat mir noch vor Beginn der Woche erklärt, dass tansanische Kinder anders als deutsche seien und ich gnadenlos scheitern würde. Ohne den „fimbo“ würden die Kinder nicht sporen, sagte sie. Ich habe ihr meine Position erläutert und aber auch gesagt, dass ich nicht weiß, ob großes Chaos das Resultat sein würde. Doch bis jetzt sieht es sehr gut aus! Ob wirklich alle Lehrer ihre Punkte auch gewissenhaft eintragen, kann ich nicht sagen, aber es scheint zu funktionieren und ich bin froh, dieses Projekt noch auf den „letzten Drücker“, in meiner letzten richtigen Woche in der Schule, zu machen. Am Freitag werde ich alles mit den Lehrern zusammen auswerten und es wird eine Siegerehrung geben.
Heute habe ich mit meinem Schulleiter geredet und er hat mir gesagt, dass er so begeistert von meinem Projekt sei, dass er sich vorstellen könne, dies als generelles Strafsystem an seiner Schule einzuführen!! Ich weiß nicht, ob er es nicht doch wieder vergessen wird, aber immerhin mehrfach wiederholt soll es werden! Mit so einem großen Erfolg habe ich nicht gerechnet und bin sehr stolz auf meine Lehrer und eben vor allen Dingen meinen toleranten und offenen Schulleiter. Mit meiner Schule habe ich wirklich großes Glück gehabt und hätte mir auch kein besseres Lehrerkollegium vorstellen können. Sie kümmern sich besser als meine Gastfamilie um mich, es gibt immer viele offene Ohren für mich und egal, ob ich kochen lernen möchte, ein Fahrradschloss brauche oder andere Fragen, sie helfen wir immer. ;-)
Die Lehrer hören mir zu ;-)
Vor ein paar Wochen bin ich zu einer Lehrerin nach Hause eingeladen worden, damit sie mir zeigen konnte, Pilau (Gewürzreis) zu kochen. Ein anderes Mal rief mich der Schulleiter an, um mir mitzuteilen, dass die Mutter einer Lehrerin verstorben sei und wir sind alle zusammen spontan auf die muslimische Trauerfeier gegangen und haben beim Kochen geholfen.
Meine Arbeit an der Schule und das Lehrerkollegium nehmen einen sehr großen Teil meines Freiwilligendienstes hier ein und ich bin sehr froh, sie alle kennen gelernt zu haben und dadurch so viele Stunden beim Hefte korrigieren, schwatzen und Tee trinken zu verbringen. Sie haben viele Fragen zur deutschen Kultur und auch ich konnte schon genug über weniger alltagspräsente Themen wie Hexerei, den Teufel, Beziehungen usw. lernen. Sie staunen stets wieder, wenn ich ihnen erzähle, wie „einfach“ es in Deutschland sei, eine Beziehung zum anderen Geschlecht zu haben, weil man öffentlich zeigen darf, dass man zusammen ist, ohne gleich heiraten zu müssen. Dass es möglich sei, dass Junge und Mädchen miteinander in einem geschlossenen Raum sitzen, ohne, dass sie miteinander schlafen „müssen“ und auch die Eltern viel toleranter seien. Momentan fiebern die Lehrer alle mit mir um meinen Studienplatz, das Prinzip des Doppeljahrgangs in Niedersachsen letztes Jahr und dessen Auswirkungen haben sie verstanden und drücken mir nun die Daumen, trotz andauerndem Ansturm einen Platz zu kriegen. ;-)
Das Kollegium
Nun genieße ich also meine letzte Woche alleine in der Schule, bevor ich nächsten Montag von meiner Familie Besuch bekomme. Dafür nehme ich die Schulwoche frei, um mit ihnen zuerst Zeit bei unserer Partnergemeinde in Kondoa/Haubi zu verbringen. Ab dem darauf folgenden Montag werden wir dann hier in Singida meiner Arbeit nachgehen und ich werde ihnen alles zeigen können. Damit ist mein eigentlicher Freiwilligendienst dann auch „schon“ vorbei, wird durch den Besuch meiner Familie abgeschlossen.

Montag, 16. Juli 2012

Die große afrikanische Sonne :-)

Innerhalb von wenigen Minuten geht die Sonne ganz unter

Sonnenuntergang über Singida

Hawapo - Sie sind nicht mehr da

Heute Morgen sind meine beiden Dadas Luise&Rike nach Arusha/Moshi aufgebrochen, um von dort aus Donnerstagnacht gen Heimat aufzubrechen!
Tansanischer Duschdress - Khangas

Wir hatten eine wirklich schöne gemeinsame Zeit und ich hätte nicht gewusst, was ich ohne die beiden gemacht hätte.
Ob gemeinsames Reisen, Kochen, Karten spielen, den Bus mit Gitarre und leicht schrägem Gesang zu unterhalten, DVD-Abende, Tee- und Pilaugelage und vor allen Dingen das ausgiebige Stoffe shoppen, Schnitte ausdenken, lange Wochenenden und Erzählen, habe ich sehr genossen. Leider haben sie eben nicht wie ich einen Weltwärtsplatz bekommen und konnten mit ihrem ijgd-Platz nur 10 Monate im Land bleiben.

1. Tag in Tansania, Ankunft in Arusha
Farida, ein Hausmädchen meiner Familie, war ganz entsetzt, dass die beiden nun schon aufbrechen und hat zu mir gesagt: "Lakini sasa hakuna "blablabla" kwa Iguguno tena", was so viel heißt wie: Jetzt gibt es ja gar kein "Blablabla" mehr in Iguguno! Tja, wir hatten schon viel zu Erzählen, obwohl wir uns ca. jedes zweite Wochenende getroffen haben! ;-) Wie/ob sehr wir uns (äußerlich) verändert haben und dass es in Tansania keine vertrauenswürdigen Friseure gibt, zeigen das Bild von unserem 1. Tag im Land und das Foto von gestern Abend, 10 Monate später.
Abschiedsfoto in meinem Zimmer



Sonntag, 15. Juli 2012

Kigoma

Im "Discobus"
Nach vier Tagen in Kigoma, zwei Tagen in Gombe Stream, drei Tagen in Bus und Bahn, Unmengen an Wäsche (es war alles von unserer Busfahrt rot-braun eingestaubt) und einem Tag nachgeholtem Schlaf, bin ich froh wieder in Singida zu sein und diese verrückt lange Reise hinter mir zu haben. 819 km sind es von Singida bis zur am Lake Tanganyika gelegenen Stadt. In Deutschland eine Tagesreise, doch weil wir auf das Bussystem hier angewiesen sind, konnten wir an unserem ersten Reisetag nur die fünf Stunden bis Khahama hinter uns bringen. Die hatten es allerdings schon in sich, weil die Musik im Bus so unglaublich laut war, dass ich selbst mit Ohropax noch davon überfordert war. Trotz der lauten muezzinähnlichen Musik hat der Busbegleiter uns die Reise schön machen wollen und an alle Fahrgäste Kekse verteilt. Weil er zu uns beiden Weißen besonders nett sein wollte, haben wir gleich mehr als das Doppelte als die anderen bekommen. Doch dann stellte sich heraus, dass die Kekse steinhart waren und weil wir uns bei dem Lärm sowieso nicht unterhalten konnten, haben wir die letzten Stunden bis zu unserem Zwischenziel Khahama damit zugebracht, die Kekse zu lutschen. ;-)
Am nächsten Morgen hieß es dann um 4:30 Uhr aufzustehen und den nächsten Bus zu besteigen. Weil das Busunternehmen mehr Geld verdienen wollte, ließen sie mehr Leute mitfahren, als es Sitzplätze gab und durch ein Nicken des Busbegleiters hinter dem Rücken eines Polizisten, bestätigten dann alle, dass der eigentliche Bus, der im Gang sitzenden Leute, kaputt gegangen war. So einfach ist das. Die Busgesellschaft namens „Adventure Connection“ verdiente sich eine goldene Nase und Rike und ich wechselten uns mit dem Sitz am Gang ab, damit jeder von uns einmal an der Reihe war, seinen Sitzplatz mit Ellenbogen zu verteidigen, alle paar Minuten angerempelt zu werden und Kinder auf seinen Knien schlafen zu lassen. Währenddessen konnte sich der andere zwar entspannen, ihm wurde aber aufgrund der prallen Sonne schlecht und das Atmen fiel durch den vielen hereinwehenden Staub, der sich in der Nase festsetzte, auch immer schwerer. Also wurde wieder getauscht und die Strapazen gingen anders weiter.
Dass es einen Zusammenhang zwischen dem Namen des Busunternehmens und deren Fahrstil geben könne, war uns nicht in den Sinn gekommen, bis wir ein kleines Stück aus Khahama herausgefahren waren und die Straße sich in einem Sandweg fortsetze. Ab dann ging es nur noch durch Buschland, welches, je weiter wir nach Kigoma kamen, immer mehr durch Palmen und Bananenstauden dominiert wurde, sodass die Straße später nur noch von Wäldchen dieser gesäumt war. Das klingt sehr nett; war es auch, aber unser Busfahrer ist den breiten Pfad in so einem Affenzahn hinunter gebrettert, dass wir mehr Angst um unser Leben hatten, als dass wir der Landschaft viele Blicke hätten schenken können. Durch mehrere Hügel glich unsere Busreise eher einer Achterbahnfahrt und wir wollten sie beide lieber nicht so schnell wiederholen. Wenige Kilometer vor Kigoma gab es auf einmal wieder eine asphaltierte Straße und setzte damit zwar nicht dem Fahrstil unseres abenteuerlichen Busfahrers ein Ende, jedoch war es so nun schon viel leichter zu ertragen und unserer neunstündigen Horrorfahrt folgte eine halbe Stunde, in der wir uns wieder vorstellen konnten, dass es auch im westlichsten Teil Tansanias Zivilisation geben könne. Und so war es dann schließlich auch.
Den Tag darauf ließen wir mit einem „Chai ya Maziwa“ mit Gewürzen (eigentlich eine Spezialität aus Zanzibar) anklingen und machten uns danach auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Der Bahnhof und damit einer der Entstehungsgründe der Stadt, lag groß und imposant am Ende der Stadt und direkt am Seeufer, den konnten wir nicht verfehlen. Drinnen warteten ganze Familien auf ihren Zug und wir wurden von allen Wartenden groß angeschaut. Weil wir auf  keinen Fall noch so eine Busfahrt wie auf unserem Hinweg erleben wollten, ließen wir uns die Chance nicht nehmen, mit dem Bahnhofsvorsteher zu sprechen. Die Fakten, dass der Zug nur maximal 40 km/h langsam fahren könne, wir darin auch übernachten müssten, es wahrscheinlich keine Beleuchtung gebe und es von Dieben nur so wimmeln solle, machte uns die Sache nicht gerade schmackhafter. Doch letztendlich entschieden wir uns trotzdem dafür, uns auf dieses Abenteuer einzulassen, denn ein Zug war immerhin an Gleise gebunden und konnte sich nicht wie unser Bus in nahezu holperigen Sprüngen fortbewegen. Durch Singida würde die Bahn zwar nicht fahren, doch trotz anschließender kurzer Busfahrt ließ sich der Preis nicht toppen. Warum, sollten wir später herausfinden… Doch zuerst folgten wir nur zu Fuß bei sengender Hitze den deutschen Eisenbahnschienen, auf denen noch die Marke „Krupp“ und verschiedene Jahreszahlen zu lesen waren, bis in den Nachbarort Kibrizi, um schon einmal unsere Füße in den Tanganyikasee halten zu können.

Danach führte uns unser Weg zum zweiten Highlight der Stadt: Dem Hafen und damit zur M.V. Liemba, der ehemaligen Graf Götzen. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass das Schiff im Hafen liegen würde und ließen uns von den Sicherheitskräften dort sagen, dass es nur noch zweimal pro Monat ablegen würde. Uns sagte man auch, dass wir nicht näher an das Schiff herankommen könnten, da es 1. Sonntag sei und wir 2. keinen Fahrschein hätten. Hier war nun unser Charme, unsere Hartnäckigkeit und unser Kiswahili gefragt und mit dem Bestechungsgeld für zwei Soda (welches uns der Watchman letzten Endes selbst vorgeschlagen hatte), ließ er sich dazu aufmuntern, uns einzulassen, uns das Wenige, was er wusste über das Schiff zu erzählen und uns die alte Werft der drei Papenburger zu zeigen. Zum Schluss konnten wir uns nur verabschieden, indem wir die Handynummer einer Mitarbeiterin bekamen und versprachen, sofort anzurufen, um zu grüßen, wenn wir unser Guest House erreicht hätten, damit wir sie auch ja nicht vergessen würden. Schwups hatten wir eine Privatführung bekommen und uns mit den Sicherheitskräften angefreundet, was später noch hilfreich sein sollte.

Weil wir uns für eine Safari am Gombe Stream für den Dienstag entschieden hatten, mussten wir beide am Montagmittag das Boot in Richtung Gombe nehmen. Am „Hafen“ von Kibrizi waren wir dann ein klein wenig verwirrt, weil dort einfach nur ein paar Holzboote am Strand lagen. Doch es stellte sich heraus, dass wir genau mit solch einem überfüllten Boot, Marke „Flüchtlingsböötchen aus den Nachrichten“ fahren sollten. Es hatte einen tiefen Bauch, aus dem das Wasser von der Fahrt zuvor mit Eimern herausgeschöpft wurde um danach Unmengen an Reis-, Mais und Mehlsäcken neben anderen Gütern und schlafenden Kindern zu beherbergen. Die Passagiere selbst saßen ganz an der nicht vorhandenen Reling, d.h. nur an den Seiten des Schiffes, über die man balancieren musste, wenn man ans andere Ende wollte. Weil wir im Gegensatz zu Besatzung und Co. pünktlich waren, mussten wir eben über jenes schmale Brett balancieren, auf dem dann noch keine Menschen saßen. Rechts das Wasser, links der tiefe Schiffbauch. Kurz vor dem Ende habe ich mich dann geweigert weiterzugehen und ein Tansanier hat mir seine Hand angeboten und mich weitergeführt. Auf Nachfrage haben wir erfahren, dass das Boot für 100 Menschen mitsamt Gepäck (und die meisten Tansanier nehmen auf Reisen immer Unmengen an Essen mit) ausreichen sollte.
Gefühlt wie Flüchtlingsboot fahren...
Doch beim Zählen der immer weiter zusteigenden Leute schwirrte uns irgendwann der Kopf und wir können mit großer Sicherheit sagen, dass weitaus über die Zahl Passagiere mitgefahren sind. Ohne Bedachung haben Rike und ich uns dann unter unseren Khangas (Tücher) eine Art Sonnenzelt gebaut. So konnten wir auch den Gedanken unserer baldigen Seebestattung etwas vergessen. Etwas witzig war, dass die jungen Kerle neben uns natürlich davon ausgingen, dass wir kein Kiswahili verstehen würden und laut überlegten, wer von ihnen uns zu einer Hochzeit überreden könne. Irgendwann ging uns das dann zu weit und wir haben gesagt, dass wir dafür leider nicht zuhaben seien und dann fing das eigentliche Theater natürlich erst richtig an. ;-) Wir haben uns auf jeden Fall gefreut, als wir nach drei Stunden Fahrt in der prallen Sonne und nach allerhand Brautwerbungen wieder festen Boden unter den Füßen hatten und in Gombe angelangt waren.
Mit dem Schiff ging es uns wie mit dem Bus, noch einmal darin hätten wir nicht unbedingt fahren müssen. Wir haben ehrlich gesagt auch zwischendrin etwas gezweifelt, ob wir nicht vielleicht doch auf einem Flüchtlingsboot Richtung Sambia gelandet seien und man uns morgen in den Nachrichten sehen würde. ;-)
Auf dem Rückweg hatten wir die Möglichkeit mit auf dem Privat(holz)boot zweier Tschechen zu fahren uns sind so flotter und ohne Ehering wieder nach Kigoma gekommen.
Wasserfall im Nationalpark
Die Safari im Gombe Stream war sehr schön. Man läuft/klettert durch eine Art Regenwald, hört die Schreie der Schimpansen und kann neben diesen auch einen Blick auf viele verschiene Affenarten werfen. Vor unserer Unterkunft und am Strand tummelten sich die Paviane und auch Red-Collabus und Blue-Tail Monkeys konnten wir sehen. Leider fing es auf unserer nur fünfstündigen Safari an zu regnen und die Schimpansen verzogen sich auf die Bäume.
Schimpanse Ferdinand, König des Stammes F ;-)
So konnten wir „nur“ an zwei Schimpansen bis auf knappe drei Meter herantreten und ihnen beim Essen, herumliegen und entlausen zusehen. Weitere zwei konnten wir schemenhaft in den Bäumen sehen, während sie uns mit zerkauter Fruchtschale beschmissen. ;-) Zum Schluss der Safari führte uns der Weg an einem schönen Wasserfall vorbei und wir beklommen „Jane’s Peak“, einen sehr schönen Aussichtspunkt, wo Jane Goodall sich sehr oft aufgehalten hat.
Schimpanse Tarzan

Es war eine sehr schöne Safari, weil wir nicht nur aus einem offenem Auto heraus die Tiere aus der Ferne betrachten konnten, sondern selbst durch das Wirrwarr dieses „Dschungels“ stapfend, die Affen beobachten konnten. Leider hat das Wetter eben nicht mitgespielt, so hatte ich mir insgesamt doch etwas mehr erhofft.
Nach dem Marsch konnten wir noch einmal im Tangayikasee baden und haben es uns danach im Gästehaus gemütlich gemacht.
Zwar gab es nur zu bestimmten Zeiten Strom, doch es hat gereicht, dass wir uns mit meinem Tauchsieder Reisetüten-Essen zubereiten konnten, was mir schon vor Monaten überraschend und sehr lieb geschickt wurde. So gab es Spaghetti, Jäger- und Zigeunertopf und zur Krönung Hamburgerfrikadellen aus Bundeswehrbestand. Etwas verwirrend war es schon in Tansania zu sein und eine Art Dschungel-Safari hinter sich habend, Jägertopf zu essen, aber wir haben uns beide sehr darüber gefreut! Vielen, lieben Dank noch einmal an die Verschicker, die so nett an mich gedacht haben!
Spaghetti aus der Tüte - top! :-)
Am Mittwoch, wieder in Kigoma haben wir uns noch ein Mal zum Hafen und damit zur M.V. Liemba gemacht, um beim Ablegen des Schiffes zuzusehen. Es war viel los und die meisten Menschen warteten noch draußen, obwohl die weißen Passagiere schon ihre Zimmer beziehen durften. Nun war es praktisch, dass wir uns vorher mit einem Sicherheitsmann angefreundet hatten, denn so durften wir uns einfach ohne Ticket auf das Gelände begeben und uns sogar das Schiff von innen ansehen. Schnell hatten wir jemanden gefunden, der uns trotz des Trubels das komplette Schiff zeigte und unsere Fragen beantwortete.
M.V. Liemba
Wir durften uns von der Kapitänsbrücke, über den Maschinenraum bis hin zu den Toiletten der 3. Klasse alles ansehen, kurz bei den Köchen hereinschauen und nachdem wir uns mit dem Barman Alex angefreundet hatten, konnten wir ihn sogar dafür gewinnen uns von den Sambusa probieren zu lassen. ;-)
Nachdem wir den Hafen schon wieder verlassen hatten, weil die Gitter dicht gemacht wurden, entschlossen wir uns doch noch, bei der Abfahrt zuzusehen und wieder löste unser Freund vom Sicherheitsdienst die Schlösser und wir durften noch auf dem Hafengelände bleiben, um uns die Abfahrt unter viel Qualm aus dem Schiffsschornstein aus nächster Nähe anzuschauen.
Unser Freund vom Siecherheitsdienst ;-)
Obwohl ich vorher einen Roman über den Schiffsbau gelesen hatte, hatte ich es mir nicht so groß vorgestellt. Unglaublich, was diese drei Papenburger Männer da in Tansania wieder zusammengesetzt haben. Und nun, weil ich das Schiff aus nächster Nähe kennen gelernt habe, verstehe ich nicht, warum man es zurück nach Papenburg holen sollte. Nur für historische Zwecke wäre es zu schade, weil die Tansanier es sinnvoll nutzen und für ernst gemeinte Reisen liegt es in meinen Augen unter dem deutschen Standard.
Gepäck der Reisenden
Die dritte Klasse z.B. hat nicht einmal mehr Betten und Bullaugen, sondern besteht nur aus einem großen Raum mit kahlen Bänken, die um die Abdeckung einer großen (sehr wahrscheinlich viel Krach machenden Maschine) im absoluten Bauch des Schiffes angelegt sind. Wer würde so schon gerne reisen?
Rike und ich haben uns auf jeden Fall gefreut, dass wir nach unserer vorherigen abenteuerlichen Bootsfahrt, nicht noch eine Schiffsreise ertragen mussten, auch wenn der See relativ still war.
Wir haben uns also wieder auf den Rückweg gemacht und unsere restliche Zeit damit verbracht, uns Kigoma anzuschauen, und uns Fisch und Gewürze gekauft. Meine Mutter erschlägt mich wahrscheinlich, wenn sie mitbekommt, dass ich mich mit 1 kg Reisgewürz eingedeckt habe, was noch alles auf dem Rückweg seinen Platz finden soll.
Die alte, noch intakte Hafenanlage
Am Donnerstag um 17 Uhr sollte unser Zug fahren und wir begaben uns an den „Bahnsteig“, wo wir mit vielen anderen Menschen in der sengenden Hitze darauf warteten, unsere Plätze einzunehmen. Weil ich mir einen neuen Khanga hatte kaufen wollen, aber bis dahin noch keinen schönen gefunden hatte, fragte ich eine Frau, wo sie den ihren gekauft habe, der mir sehr gefiel. Weil sich die meisten Tansanier darüber freuen handeln zu können und Geld zu machen, hat sie mir dann direkt ihr Tuch angeboten, was ich ihr dann etwas überteuert abkaufen konnte. Und schwups, konnte ich noch ein schönes Andenken aus Kigoma mitnehmen und die Frau hat sich mit mir gefreut. Schon komisch, in Deutschland man so etwas nicht so einfach machen. ;-)
Links der neue Khanga
Um 17:30 Uhr fuhr der Zug an und mit ihm Rike und ich in der Mitte eines 3. Klasse Waggongs auf unseren abgewetzten Sitzplätzen. Unsere großen Rucksäcke konnten wir über uns verstauen und anbinden, Handy und mp3-Player brachten wir so gut es ging in unseren Hosentaschen unter und hofften, dass einfach niemand unsere Taschen unter den Sitzen mitnehmen würde. Als der Zug dann anfuhr, mussten wir feststellen, dass 1/3 des Waggons aus einem reisenden Kirchenchor bestand, der auch prompt mit dem Einsetzen der Maschinen das erste Lied anstimmte. Die ersten neun (!!!) Stunden der Fahrt, also bis 2:30 Uhr nachts haben sie dann auch noch nicht einmal eine Luftholpause gemacht und bis dahin beständig durch gesungen und die Lieder durch Klatschen begleitet. Auch mit Ohropax ließ sich dieser „Lärm“ nicht verbannen und wir waren dazu verdonnert ihnen zuzuhören. Aufgehört haben sie nur, weil ein Jugendlicher eine alte Frau des Chores ansprach, warum sie denn singen würden, dass Jesus und Gott eine Person seien, er sehe das anders. Also ging ab dann mit einer nächtlichen Diskussion über dieses Thema weiter. Die alte Frau schimpfte und machte viel Krach, der junge Mann versuchte sie zum Zuhören zu bewegen. Um ca. 4:30 Uhr versuchte ein Chormitglied dem Ganzen ein Ende zu setzen, aber die Streithähne erbaten sich noch fünf weitere Minuten. Natürlich wurde daraus eine halbe Stunde und als der Zug gegen 5 Uhr morgens in Tabora hielt, waren alle kaputt und müde. Stopps wurden jedes Mal von Dieben ausgenutzt, die sich oben auf das Dach des Waggons legten und sich herunterhängten, um von dort aus in die offenen Zugfenster hineingreifen zu können. Jedes Mal lösten sie viel Geschrei aus, doch aus unserem Waggongs wurde keiner beklaut.
In Tabora hielten wir insgesamt fünf Stunden lang, in denen verschiedene Händler herumliefen und Essen, Zahnbürsten oder Werbezeitschriften für die Satanisten verkaufen, die hier gerade „cool“ werden. Nachdem Rike und ich gefrühstückt hatten, wurde mir zusehends übler und ich verbrachte den Rest der Zeit am Zugfenster…Schön zu beobachten war aber, wie sich die Landschaft auf dem Weg veränderte. Durchfuhren wir erst Palmen- und Bananenwälder, so verwandelte sich diese Landschaft immer mehr in eine Halbwüste mit baumhohen Kakteen. Um 17 Uhr kamen wir dann endlich in einem Ort an, zu dem wir zwar nicht wollten, aber von dem wir dann am nächsten Morgen einen Bus Richtung Singida nehmen konnten. Das taten wir dann auch und sind nach unserer Abreise aus Kigoma am Donnerstag am Samstagmorgen dann endlich wieder zuhause gewesen. Kurzum, es war eine sehr schöne Reise und Kigoma ist auch eine nette Stadt, nur würde ich des langen Weges wegen nicht noch einmal dorthin fahren. Trotzdem hat es sich sehr gelohnt!  ;-)

Montag, 2. Juli 2012

Zurück&schon wieder weiter

Ich bin am Samstag von einem schönen, einwöchigen Aufenthalt in Kigoma und Gombe, und einer sehr beschwerlichen Hin- uns Herreise wiedergekommen und mache mich morgen nach einem vierstündigen Waschmarathon am gestrigen Sonntag, schon wieder auf eine kleine Reise! Es geht nach Mwanga zu Jonas in den Busch. Eine Straße gibt es nicht und es wird eine staubige, sehr huckelige Fahrt werden. Das letzte Mal waren wir mit allen Freiwilligen im Januar im Busch, als wir dort Olgas Geburtstag gefeiert haben. Ein halbes Jahr später steht nun mein Geburtstag fast vor der Tür und ich mache mich noch einmal auf den Weg. ;-) Beim letzten Mal bin ich mit Malaria im Blut und einer Lebensmittelvergiftung im Bauch wiedergekommen, ich hoffe, dass ich dieses Mal mehr Glück habe.

Am Fluss in Mwanga
Am Freitag werden Jonas und ich dann wieder in die Stadt fahren und hoffentlich auf Luise und Rike treffen, um kurz vor deren Abfahrt vielleicht zum ersten und letzten Mal in Singida feiern zu gehen! Am Tag darauf wartet die Hochzeit der Tochter einer Lehrerin auf mich und Jonas begleitet mich. Endlich einmal eine Gelegenheit, dass er sich in seinen maßgeschneiderten Anzug und ich mich in eines meiner neuen Kleider schmeißen kann! Und nun kann ich auch endlich einmal eine tansanische Hochzeit aus den Augen eines Gastes und nicht als Servierkraft in der Lodge meiner Gasteltern miterleben. ich freue mich und hoffe, dass die Hochzeit nicht noch kurzfristig abgesagt oder umverlegt wird, denn bisher konnte sich das Brautpaar noch nicht auf einen Ort festlegen...
Was ich in Kigoma und Gombe alles erlebt habe, erzähle ich beim nächsten Mal!