Sonntag, 15. Juli 2012

Kigoma

Im "Discobus"
Nach vier Tagen in Kigoma, zwei Tagen in Gombe Stream, drei Tagen in Bus und Bahn, Unmengen an Wäsche (es war alles von unserer Busfahrt rot-braun eingestaubt) und einem Tag nachgeholtem Schlaf, bin ich froh wieder in Singida zu sein und diese verrückt lange Reise hinter mir zu haben. 819 km sind es von Singida bis zur am Lake Tanganyika gelegenen Stadt. In Deutschland eine Tagesreise, doch weil wir auf das Bussystem hier angewiesen sind, konnten wir an unserem ersten Reisetag nur die fünf Stunden bis Khahama hinter uns bringen. Die hatten es allerdings schon in sich, weil die Musik im Bus so unglaublich laut war, dass ich selbst mit Ohropax noch davon überfordert war. Trotz der lauten muezzinähnlichen Musik hat der Busbegleiter uns die Reise schön machen wollen und an alle Fahrgäste Kekse verteilt. Weil er zu uns beiden Weißen besonders nett sein wollte, haben wir gleich mehr als das Doppelte als die anderen bekommen. Doch dann stellte sich heraus, dass die Kekse steinhart waren und weil wir uns bei dem Lärm sowieso nicht unterhalten konnten, haben wir die letzten Stunden bis zu unserem Zwischenziel Khahama damit zugebracht, die Kekse zu lutschen. ;-)
Am nächsten Morgen hieß es dann um 4:30 Uhr aufzustehen und den nächsten Bus zu besteigen. Weil das Busunternehmen mehr Geld verdienen wollte, ließen sie mehr Leute mitfahren, als es Sitzplätze gab und durch ein Nicken des Busbegleiters hinter dem Rücken eines Polizisten, bestätigten dann alle, dass der eigentliche Bus, der im Gang sitzenden Leute, kaputt gegangen war. So einfach ist das. Die Busgesellschaft namens „Adventure Connection“ verdiente sich eine goldene Nase und Rike und ich wechselten uns mit dem Sitz am Gang ab, damit jeder von uns einmal an der Reihe war, seinen Sitzplatz mit Ellenbogen zu verteidigen, alle paar Minuten angerempelt zu werden und Kinder auf seinen Knien schlafen zu lassen. Währenddessen konnte sich der andere zwar entspannen, ihm wurde aber aufgrund der prallen Sonne schlecht und das Atmen fiel durch den vielen hereinwehenden Staub, der sich in der Nase festsetzte, auch immer schwerer. Also wurde wieder getauscht und die Strapazen gingen anders weiter.
Dass es einen Zusammenhang zwischen dem Namen des Busunternehmens und deren Fahrstil geben könne, war uns nicht in den Sinn gekommen, bis wir ein kleines Stück aus Khahama herausgefahren waren und die Straße sich in einem Sandweg fortsetze. Ab dann ging es nur noch durch Buschland, welches, je weiter wir nach Kigoma kamen, immer mehr durch Palmen und Bananenstauden dominiert wurde, sodass die Straße später nur noch von Wäldchen dieser gesäumt war. Das klingt sehr nett; war es auch, aber unser Busfahrer ist den breiten Pfad in so einem Affenzahn hinunter gebrettert, dass wir mehr Angst um unser Leben hatten, als dass wir der Landschaft viele Blicke hätten schenken können. Durch mehrere Hügel glich unsere Busreise eher einer Achterbahnfahrt und wir wollten sie beide lieber nicht so schnell wiederholen. Wenige Kilometer vor Kigoma gab es auf einmal wieder eine asphaltierte Straße und setzte damit zwar nicht dem Fahrstil unseres abenteuerlichen Busfahrers ein Ende, jedoch war es so nun schon viel leichter zu ertragen und unserer neunstündigen Horrorfahrt folgte eine halbe Stunde, in der wir uns wieder vorstellen konnten, dass es auch im westlichsten Teil Tansanias Zivilisation geben könne. Und so war es dann schließlich auch.
Den Tag darauf ließen wir mit einem „Chai ya Maziwa“ mit Gewürzen (eigentlich eine Spezialität aus Zanzibar) anklingen und machten uns danach auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Der Bahnhof und damit einer der Entstehungsgründe der Stadt, lag groß und imposant am Ende der Stadt und direkt am Seeufer, den konnten wir nicht verfehlen. Drinnen warteten ganze Familien auf ihren Zug und wir wurden von allen Wartenden groß angeschaut. Weil wir auf  keinen Fall noch so eine Busfahrt wie auf unserem Hinweg erleben wollten, ließen wir uns die Chance nicht nehmen, mit dem Bahnhofsvorsteher zu sprechen. Die Fakten, dass der Zug nur maximal 40 km/h langsam fahren könne, wir darin auch übernachten müssten, es wahrscheinlich keine Beleuchtung gebe und es von Dieben nur so wimmeln solle, machte uns die Sache nicht gerade schmackhafter. Doch letztendlich entschieden wir uns trotzdem dafür, uns auf dieses Abenteuer einzulassen, denn ein Zug war immerhin an Gleise gebunden und konnte sich nicht wie unser Bus in nahezu holperigen Sprüngen fortbewegen. Durch Singida würde die Bahn zwar nicht fahren, doch trotz anschließender kurzer Busfahrt ließ sich der Preis nicht toppen. Warum, sollten wir später herausfinden… Doch zuerst folgten wir nur zu Fuß bei sengender Hitze den deutschen Eisenbahnschienen, auf denen noch die Marke „Krupp“ und verschiedene Jahreszahlen zu lesen waren, bis in den Nachbarort Kibrizi, um schon einmal unsere Füße in den Tanganyikasee halten zu können.

Danach führte uns unser Weg zum zweiten Highlight der Stadt: Dem Hafen und damit zur M.V. Liemba, der ehemaligen Graf Götzen. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass das Schiff im Hafen liegen würde und ließen uns von den Sicherheitskräften dort sagen, dass es nur noch zweimal pro Monat ablegen würde. Uns sagte man auch, dass wir nicht näher an das Schiff herankommen könnten, da es 1. Sonntag sei und wir 2. keinen Fahrschein hätten. Hier war nun unser Charme, unsere Hartnäckigkeit und unser Kiswahili gefragt und mit dem Bestechungsgeld für zwei Soda (welches uns der Watchman letzten Endes selbst vorgeschlagen hatte), ließ er sich dazu aufmuntern, uns einzulassen, uns das Wenige, was er wusste über das Schiff zu erzählen und uns die alte Werft der drei Papenburger zu zeigen. Zum Schluss konnten wir uns nur verabschieden, indem wir die Handynummer einer Mitarbeiterin bekamen und versprachen, sofort anzurufen, um zu grüßen, wenn wir unser Guest House erreicht hätten, damit wir sie auch ja nicht vergessen würden. Schwups hatten wir eine Privatführung bekommen und uns mit den Sicherheitskräften angefreundet, was später noch hilfreich sein sollte.

Weil wir uns für eine Safari am Gombe Stream für den Dienstag entschieden hatten, mussten wir beide am Montagmittag das Boot in Richtung Gombe nehmen. Am „Hafen“ von Kibrizi waren wir dann ein klein wenig verwirrt, weil dort einfach nur ein paar Holzboote am Strand lagen. Doch es stellte sich heraus, dass wir genau mit solch einem überfüllten Boot, Marke „Flüchtlingsböötchen aus den Nachrichten“ fahren sollten. Es hatte einen tiefen Bauch, aus dem das Wasser von der Fahrt zuvor mit Eimern herausgeschöpft wurde um danach Unmengen an Reis-, Mais und Mehlsäcken neben anderen Gütern und schlafenden Kindern zu beherbergen. Die Passagiere selbst saßen ganz an der nicht vorhandenen Reling, d.h. nur an den Seiten des Schiffes, über die man balancieren musste, wenn man ans andere Ende wollte. Weil wir im Gegensatz zu Besatzung und Co. pünktlich waren, mussten wir eben über jenes schmale Brett balancieren, auf dem dann noch keine Menschen saßen. Rechts das Wasser, links der tiefe Schiffbauch. Kurz vor dem Ende habe ich mich dann geweigert weiterzugehen und ein Tansanier hat mir seine Hand angeboten und mich weitergeführt. Auf Nachfrage haben wir erfahren, dass das Boot für 100 Menschen mitsamt Gepäck (und die meisten Tansanier nehmen auf Reisen immer Unmengen an Essen mit) ausreichen sollte.
Gefühlt wie Flüchtlingsboot fahren...
Doch beim Zählen der immer weiter zusteigenden Leute schwirrte uns irgendwann der Kopf und wir können mit großer Sicherheit sagen, dass weitaus über die Zahl Passagiere mitgefahren sind. Ohne Bedachung haben Rike und ich uns dann unter unseren Khangas (Tücher) eine Art Sonnenzelt gebaut. So konnten wir auch den Gedanken unserer baldigen Seebestattung etwas vergessen. Etwas witzig war, dass die jungen Kerle neben uns natürlich davon ausgingen, dass wir kein Kiswahili verstehen würden und laut überlegten, wer von ihnen uns zu einer Hochzeit überreden könne. Irgendwann ging uns das dann zu weit und wir haben gesagt, dass wir dafür leider nicht zuhaben seien und dann fing das eigentliche Theater natürlich erst richtig an. ;-) Wir haben uns auf jeden Fall gefreut, als wir nach drei Stunden Fahrt in der prallen Sonne und nach allerhand Brautwerbungen wieder festen Boden unter den Füßen hatten und in Gombe angelangt waren.
Mit dem Schiff ging es uns wie mit dem Bus, noch einmal darin hätten wir nicht unbedingt fahren müssen. Wir haben ehrlich gesagt auch zwischendrin etwas gezweifelt, ob wir nicht vielleicht doch auf einem Flüchtlingsboot Richtung Sambia gelandet seien und man uns morgen in den Nachrichten sehen würde. ;-)
Auf dem Rückweg hatten wir die Möglichkeit mit auf dem Privat(holz)boot zweier Tschechen zu fahren uns sind so flotter und ohne Ehering wieder nach Kigoma gekommen.
Wasserfall im Nationalpark
Die Safari im Gombe Stream war sehr schön. Man läuft/klettert durch eine Art Regenwald, hört die Schreie der Schimpansen und kann neben diesen auch einen Blick auf viele verschiene Affenarten werfen. Vor unserer Unterkunft und am Strand tummelten sich die Paviane und auch Red-Collabus und Blue-Tail Monkeys konnten wir sehen. Leider fing es auf unserer nur fünfstündigen Safari an zu regnen und die Schimpansen verzogen sich auf die Bäume.
Schimpanse Ferdinand, König des Stammes F ;-)
So konnten wir „nur“ an zwei Schimpansen bis auf knappe drei Meter herantreten und ihnen beim Essen, herumliegen und entlausen zusehen. Weitere zwei konnten wir schemenhaft in den Bäumen sehen, während sie uns mit zerkauter Fruchtschale beschmissen. ;-) Zum Schluss der Safari führte uns der Weg an einem schönen Wasserfall vorbei und wir beklommen „Jane’s Peak“, einen sehr schönen Aussichtspunkt, wo Jane Goodall sich sehr oft aufgehalten hat.
Schimpanse Tarzan

Es war eine sehr schöne Safari, weil wir nicht nur aus einem offenem Auto heraus die Tiere aus der Ferne betrachten konnten, sondern selbst durch das Wirrwarr dieses „Dschungels“ stapfend, die Affen beobachten konnten. Leider hat das Wetter eben nicht mitgespielt, so hatte ich mir insgesamt doch etwas mehr erhofft.
Nach dem Marsch konnten wir noch einmal im Tangayikasee baden und haben es uns danach im Gästehaus gemütlich gemacht.
Zwar gab es nur zu bestimmten Zeiten Strom, doch es hat gereicht, dass wir uns mit meinem Tauchsieder Reisetüten-Essen zubereiten konnten, was mir schon vor Monaten überraschend und sehr lieb geschickt wurde. So gab es Spaghetti, Jäger- und Zigeunertopf und zur Krönung Hamburgerfrikadellen aus Bundeswehrbestand. Etwas verwirrend war es schon in Tansania zu sein und eine Art Dschungel-Safari hinter sich habend, Jägertopf zu essen, aber wir haben uns beide sehr darüber gefreut! Vielen, lieben Dank noch einmal an die Verschicker, die so nett an mich gedacht haben!
Spaghetti aus der Tüte - top! :-)
Am Mittwoch, wieder in Kigoma haben wir uns noch ein Mal zum Hafen und damit zur M.V. Liemba gemacht, um beim Ablegen des Schiffes zuzusehen. Es war viel los und die meisten Menschen warteten noch draußen, obwohl die weißen Passagiere schon ihre Zimmer beziehen durften. Nun war es praktisch, dass wir uns vorher mit einem Sicherheitsmann angefreundet hatten, denn so durften wir uns einfach ohne Ticket auf das Gelände begeben und uns sogar das Schiff von innen ansehen. Schnell hatten wir jemanden gefunden, der uns trotz des Trubels das komplette Schiff zeigte und unsere Fragen beantwortete.
M.V. Liemba
Wir durften uns von der Kapitänsbrücke, über den Maschinenraum bis hin zu den Toiletten der 3. Klasse alles ansehen, kurz bei den Köchen hereinschauen und nachdem wir uns mit dem Barman Alex angefreundet hatten, konnten wir ihn sogar dafür gewinnen uns von den Sambusa probieren zu lassen. ;-)
Nachdem wir den Hafen schon wieder verlassen hatten, weil die Gitter dicht gemacht wurden, entschlossen wir uns doch noch, bei der Abfahrt zuzusehen und wieder löste unser Freund vom Sicherheitsdienst die Schlösser und wir durften noch auf dem Hafengelände bleiben, um uns die Abfahrt unter viel Qualm aus dem Schiffsschornstein aus nächster Nähe anzuschauen.
Unser Freund vom Siecherheitsdienst ;-)
Obwohl ich vorher einen Roman über den Schiffsbau gelesen hatte, hatte ich es mir nicht so groß vorgestellt. Unglaublich, was diese drei Papenburger Männer da in Tansania wieder zusammengesetzt haben. Und nun, weil ich das Schiff aus nächster Nähe kennen gelernt habe, verstehe ich nicht, warum man es zurück nach Papenburg holen sollte. Nur für historische Zwecke wäre es zu schade, weil die Tansanier es sinnvoll nutzen und für ernst gemeinte Reisen liegt es in meinen Augen unter dem deutschen Standard.
Gepäck der Reisenden
Die dritte Klasse z.B. hat nicht einmal mehr Betten und Bullaugen, sondern besteht nur aus einem großen Raum mit kahlen Bänken, die um die Abdeckung einer großen (sehr wahrscheinlich viel Krach machenden Maschine) im absoluten Bauch des Schiffes angelegt sind. Wer würde so schon gerne reisen?
Rike und ich haben uns auf jeden Fall gefreut, dass wir nach unserer vorherigen abenteuerlichen Bootsfahrt, nicht noch eine Schiffsreise ertragen mussten, auch wenn der See relativ still war.
Wir haben uns also wieder auf den Rückweg gemacht und unsere restliche Zeit damit verbracht, uns Kigoma anzuschauen, und uns Fisch und Gewürze gekauft. Meine Mutter erschlägt mich wahrscheinlich, wenn sie mitbekommt, dass ich mich mit 1 kg Reisgewürz eingedeckt habe, was noch alles auf dem Rückweg seinen Platz finden soll.
Die alte, noch intakte Hafenanlage
Am Donnerstag um 17 Uhr sollte unser Zug fahren und wir begaben uns an den „Bahnsteig“, wo wir mit vielen anderen Menschen in der sengenden Hitze darauf warteten, unsere Plätze einzunehmen. Weil ich mir einen neuen Khanga hatte kaufen wollen, aber bis dahin noch keinen schönen gefunden hatte, fragte ich eine Frau, wo sie den ihren gekauft habe, der mir sehr gefiel. Weil sich die meisten Tansanier darüber freuen handeln zu können und Geld zu machen, hat sie mir dann direkt ihr Tuch angeboten, was ich ihr dann etwas überteuert abkaufen konnte. Und schwups, konnte ich noch ein schönes Andenken aus Kigoma mitnehmen und die Frau hat sich mit mir gefreut. Schon komisch, in Deutschland man so etwas nicht so einfach machen. ;-)
Links der neue Khanga
Um 17:30 Uhr fuhr der Zug an und mit ihm Rike und ich in der Mitte eines 3. Klasse Waggongs auf unseren abgewetzten Sitzplätzen. Unsere großen Rucksäcke konnten wir über uns verstauen und anbinden, Handy und mp3-Player brachten wir so gut es ging in unseren Hosentaschen unter und hofften, dass einfach niemand unsere Taschen unter den Sitzen mitnehmen würde. Als der Zug dann anfuhr, mussten wir feststellen, dass 1/3 des Waggons aus einem reisenden Kirchenchor bestand, der auch prompt mit dem Einsetzen der Maschinen das erste Lied anstimmte. Die ersten neun (!!!) Stunden der Fahrt, also bis 2:30 Uhr nachts haben sie dann auch noch nicht einmal eine Luftholpause gemacht und bis dahin beständig durch gesungen und die Lieder durch Klatschen begleitet. Auch mit Ohropax ließ sich dieser „Lärm“ nicht verbannen und wir waren dazu verdonnert ihnen zuzuhören. Aufgehört haben sie nur, weil ein Jugendlicher eine alte Frau des Chores ansprach, warum sie denn singen würden, dass Jesus und Gott eine Person seien, er sehe das anders. Also ging ab dann mit einer nächtlichen Diskussion über dieses Thema weiter. Die alte Frau schimpfte und machte viel Krach, der junge Mann versuchte sie zum Zuhören zu bewegen. Um ca. 4:30 Uhr versuchte ein Chormitglied dem Ganzen ein Ende zu setzen, aber die Streithähne erbaten sich noch fünf weitere Minuten. Natürlich wurde daraus eine halbe Stunde und als der Zug gegen 5 Uhr morgens in Tabora hielt, waren alle kaputt und müde. Stopps wurden jedes Mal von Dieben ausgenutzt, die sich oben auf das Dach des Waggons legten und sich herunterhängten, um von dort aus in die offenen Zugfenster hineingreifen zu können. Jedes Mal lösten sie viel Geschrei aus, doch aus unserem Waggongs wurde keiner beklaut.
In Tabora hielten wir insgesamt fünf Stunden lang, in denen verschiedene Händler herumliefen und Essen, Zahnbürsten oder Werbezeitschriften für die Satanisten verkaufen, die hier gerade „cool“ werden. Nachdem Rike und ich gefrühstückt hatten, wurde mir zusehends übler und ich verbrachte den Rest der Zeit am Zugfenster…Schön zu beobachten war aber, wie sich die Landschaft auf dem Weg veränderte. Durchfuhren wir erst Palmen- und Bananenwälder, so verwandelte sich diese Landschaft immer mehr in eine Halbwüste mit baumhohen Kakteen. Um 17 Uhr kamen wir dann endlich in einem Ort an, zu dem wir zwar nicht wollten, aber von dem wir dann am nächsten Morgen einen Bus Richtung Singida nehmen konnten. Das taten wir dann auch und sind nach unserer Abreise aus Kigoma am Donnerstag am Samstagmorgen dann endlich wieder zuhause gewesen. Kurzum, es war eine sehr schöne Reise und Kigoma ist auch eine nette Stadt, nur würde ich des langen Weges wegen nicht noch einmal dorthin fahren. Trotzdem hat es sich sehr gelohnt!  ;-)

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